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Rückblick auf die Jahrestagung

Avatar of adminadmin - 13. Juni 2022 - Allgemein

Autor*innen: Dr. Andreas Matt (Uni Siegen), Dr. Martina Emke (FH Bielefeld), Maiken Bonnes (Uni Duisburg-Essen), Dr. Sandra Scheele (HS Niederrhein), Lea Segel (FH Aachen)

Und da ist sie auch schon wieder vorbei, unsere HD@DH.nrw-Jahrestagung 2022.

In anderthalb Tagen haben wir in 16 Sessions den mehr als 140 interessierten Teilnehmer*innen die Möglichkeit gegeben unsere Angebote kennenzulernen, auszuprobieren und uns Feedback dazu zu geben. Den heutigen Beitrag möchten wir nun dazu nutzen, unsere Eindrücke aus den einzelnen Sessions wiederzugeben:

Begrüßung und Keynote

Am Donnerstagmittag hießen die Projektleiter Prof. Dr. Bongardt und Prof. Dr. Rosenkranz die Teilnehmer*innen der Jahrestagung willkommen. In ihrem Grußwort ließen sie die Entwicklung der Digitalen Hochschullehre in NRW der vergangenen zwei Jahre kurz Revue passieren. Sie betonten, dass sich zu ihrer Freude sowohl im Bundesland als auch an den Hochschulen viel getan habe.

Insbesondere begrüßen sie die Entwicklung, dass sich die Haltung zur digitalen Lehre geändert habe und zunehmend in einem Bewusstsein für digitale Didaktik münde. Des Weiteren werteten die Projektleiter es als positiv, dass sich mit der Rückkehr in den Regelbetreib die Dichotomie und der fälschlicherweise angenommene Antagonismus zwischen digitaler und Präsenzlehre langsam aufhebe. Eine Synthese aus beiden Modi und ihren Vorzügen stellt für Prof. Dr. Bongardt und Prof. Dr. Rosenkranz die gewärtige Herausforderung dar – auch für HD@DH.nrw.

In ihrer Keynote nahm Dr. Melissa Bond von der University of South Australia die Konferenzteilnehmenden auf eine sehr kurzweilige Reise rund um das Thema „Studentisches Engagement und der Aufbau von Online Communities im Hochschulbereich“ mit. In ihrem Vortrag näherte sich Melissa Bond dem Begriff „Studentisches Engagement“ zunächst aus unterschiedlichen Perspektiven und plädierte für ein Bioökologisches Modell, in dem studentisches Engagement als Teil einer Vielzahl von Einflussfaktoren gesehen wird. Danach präsentierte Frau Dr. Bond dann einige Ergebnisse aus Ihren Forschungen, bevor sie Ihren Vortrag mit Praxisempfehlung für eine stärkere und tiefere Einbeziehung von Studierenden in die Hochschullehre beendete.

Das Publikum wurde durch Online-Umfragen mehrfach in den lebendigen Vortrag einbezogen, so dass auch die Praxiserfahrungen der Teilnehmenden nicht zu kurz kamen.

Einblick in die Arbeit des Weiterbildungsprogramms „Teaching in the Digitale Age“

Das umfangreiche TiDA-Angebot wurde von Lea Segel anmoderiert und fand sowohl am Vormittag wie auch am Nachmittag regen Anklang. Am vormittäglichen Zeitslot wurden vier parallele Sessions angeboten: Magda Zarebski hieß Interessierte am Digital Teaching Lab, dem umfangreichsten Weiterbildungsangebot von TiDA, mit einem interaktiven Vortrag willkommen. Das Konzept sowie erste Eindrücke der Lernarchitektur wurden von Michelle Dahlmanns und Theresa Frohn vorgestellt. Darüber hinaus wurden zwei unserer Selbstlerneinheiten vorgestellt. In der ersten Session zu diesem Themenbereich haben Malte Kneifel und Anja Löwe ihre Arbeit zu Digitalen Lehr-/Lernaktivitäten präsentiert und mit den Teilnehmenden diskutiert. In der weiteren Session tauchten Nicole Dobosz und Tanja Osterhagen in das Thema "Digitale Barrierefreiheit" ein. Am Nachmittag konnten die Teilnehmenden neben dem Digital Teaching Lab und der Lernarchitektur sich gemeinsam mit Denise Jassmann tiefergehend mit Fragestellungen zum Formativen e-Assessment, insbesondere dem Peer Feedback, beschäftigen. In jeder Session wurde wertvolles Feedback eingeholt. Dafür dankt das gesamte TiDA-Team den Teilnehmenden herzlich. Wir werden die Impulse bei unserer Weiterarbeit gerne berücksichtigen.

Einblick in die Angebote der Community of Practice

Seitens des Community Managements bestand die Möglichkeit an einem Treffen der Lernvideo-AG teilzunehmen und einen Einblick in ihre Arbeit zu erhalten. Um eine möglichst große thematische Bandbreite abzudecken, was bei der Erstellung von Lernvideos bedacht werden sollte, haben wir zum Austausch in eine von drei Kleingruppen eingeladen, die von Teilnehmenden der Lernvideo-AG moderiert wurden. Dabei ging es um die folgenden Themen:

  • Bedarfsklärung & Inhalte (moderiert von Sebastian Nimpsch und Dr. Henrike Weinert)
  • Drehbuch & Produktion (moderiert von Ann-Kathrin Mertineit und Dr. Klaus Schaper)
  • Reviewprozess (moderiert von Jens Lambert und Hans Hackradt)

Unter anderem wurde darüber diskutiert, wann ein Video einer anderen Methode überlegen ist, welche didaktischen Elemente eingesetzt werden können und was bei einem Reviewprozess zu beachten ist. Die diskutierten Aspekte wurden auf einem digitalen Whiteboard gesammelt und die Ergebnisse sind hier einsehbar. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Mit-Moderator:innen für ihre Unterstützung und an die Teilnehmenden für die neuen Impulse, die wir gerne in unsere weitere Arbeit einfließen lassen.

In zwei weiteren Sessions waren die Teilnehmenden außerdem eingeladen Methode und Mindset von Working out Loud kennen zu lernen und sich direkt selbst einen Eindruck davon zu machen. Nach einem kurzweiligen Einstieg im Interview zwischen Dr. Andreas Matt und Dr. Sandra Scheele zu den Fragen „Was ist WOL, wie funktioniert es und was macht es wertvoll für den Einsatz in Studium & Lehre?“ konnten die Teilnehmenden anhand der Praxisaufgabe „10 Fakten über mich“ WOL selbst ausprobieren und in kleineren Austauschrunden direkt mit der Erweiterung des eigenen Netzwerks beginnen.

Einblick in die Arbeit des Expert:innenpools „Flying Experts“

In Zusammenarbeit der Bausteine 3 (Expert:innenpool „Flying Experts) und 4 (Evaluation und Qualitätsmanagement) fanden zwei Runde Tische zum Expert*innenpool „Flying Experts“ statt. Dabei zeigte sich in den Diskussionen bei beiden Runden Tischen, dass Bedarfsorientierung, Praxisnähe und aktuelle Themen digitale (Weiterbildungs-)Angebote für die Teilnehmenden attraktiv machen. 

Zu Beginn der Runden Tische gab der gemeinsame Input von Expert*innen und hochschulischen Vertreter:innen zu bereits stattgefundenen Weiterbildungen den Teilnehmenden die Gelegenheit,  das Angebot des Pools “Flying Experts” kennenzulernen und Rückfragen zu stellen. Danach fand in Kleingruppen ein vertiefter Austausch zum Angebot des Pools, zu aktuellen Weiterbildungsthemen und zu Ideen für eine Weiterentwicklung des Pools statt, wobei die Ergebnisse auf einer digitalen Posterwand festgehalten wurden. 

Die Angebotsvielfalt von Coachings über Workshops bis hin zu Teaser-Inputs begeisterte die Teilnehmenden ebenso wie die unkomplizierte Buchung eines “Flying Experts”. Allerdings wünschten sich die Teilnehmenden eine umfassendere Verschlagwortung der Angebote und eine stärkere Individualisierung der Angebote. Generell konnten sich die Teilnehmenden auch vorstellen, “Flying Experts” für hochschulübergreifende Angebote oder Kurzangebote in Workshopreihen anzufragen.

Einblick in die Arbeit des Teams EvaQM

Das Team EvaQM (Baustein 4) gab in den beiden Sessions „Qualität transparent machen – Evaluation und QM im Projekt HD@DH.nrw“ einen praxisnahen Einblick in das Qualitätsmanagement und den Einsatz unterschiedlicher Evaluationsinstrumente im Projekt. Dabei wurde insbesondere die Lernerfolgsevaluation, die bereits erfolgreich in der Hochschullehre eingesetzt wird, als Instrument zur Reflexion des Lernzuwachses und der Qualitätsentwicklung von hochschuldidaktischen Angeboten diskutiert. Mögliche Stolpersteine beim Einsatz des Instruments wurden erarbeitet, es wurden aber vor allem die Potentiale, die diese dialogorientierte Form der Evaluation auch im digitalen Raum bietet, identifiziert.

Einblick in das Netzwerk von HD@DH.nrw

Am Ende der Jahrestagung bot sich für die Teilnehmer:innen die Chance, sich über die Kooperation von HD@DH.nrw mit anderen Projekten zu informieren. Unter dem Motto „Hochschuldidaktik trifft Forschungsdatenmanagement“ stellten FDM.nrw und HD@DH.nrw ihre Pläne zur Erstellung von OER-Materialien rund um die Integration von Forschungsdatenmanagement in der Lehre vor. DH.NRW, ORCA.nrw und HD@DH.nrw erläuterten das gemeinsam erarbeitete hochschulübergreifende Begleitprogramm für digiFellows. In der Präsentation mit dem Kompetenzzentrum für digitale Barrierefreiheit wurde der erstellte Leitfaden zum Abbau von Barrieren in der digitalen Hochschullehre präsentiert. ILIAS.nrw, moodle.nrw und HD@DH.nrw vertieften mit den Teilnehmer:innen den gemeinsamen Schwerpunkt der (Medien-) und Technikdidaktik. Zu guter Letzt diskutierten in einem letzten Slot Vertreter:innen von ORCA.nrw und HD@DH.nrw das Thema Screencast.

Wir hoffen, Ihnen hat die Jahrestagung ebenso gut gefallen wie uns und wir freuen uns, wenn Sie jetzt Lust bekommen haben an weiteren unserer Angebote teilzunehmen!

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